Immer wieder betonen Lesben und bisexuelle Frauen, wie einfältig die Ausgehmöglichkeiten in der deutschsprachigen Schweiz für sie sind. Der “Röstigraben“ ist auch in unserer Szene präsent, nur wenige französischsprachige Lesben sind beispielsweise in Bern oder Basel anzutreffen. Die Ausgangsstadt Zürich ist nach wie vor Hauptstadt der LGTB Szene in der Schweiz. Neben dem wiederkehrenden Angebot werden sporadische Partys, wie die Katzenfutter, die Santa Vagina für glamouröse Girls oder das alternativ angehauchte Offstream angeboten. Dieser Guide hilft dir, nicht in die falsche Szene zu geraten. Denn Ladies Night bedeutet nicht immer das Selbe. Einen ausführlichen Überblick findest du auf hertoher, wir beschränken uns nur auf die besten Angebote.
Regelmässig stattfindende Partys in Zürich
1) Tanzleila@Exil
Immer wieder einen Ausflug ins Kanzleiareal wert sind die Partys der Tanzleila, dessen Atmosphäre bewusst familiär und feministisch ist. Sie ist eine der ältesten Frauendiscos Europas und ein Urgestein der lesbischen Szene und findet jeden ersten Sonntag des Monats mit wechselnden DJanes verschiedenster Stilrichtungen statt. Das Soundkonzept versucht, allen Ansprüchen gerecht zu werden, was eine bunte Mischung erlaubt.
Publikum: Etwas älter, emanzipiert, only woman
Flirtfaktor: Tief bis mittel
Das Ladybumb ist die zweite regelmässig steigende Party in Zürich, dessen Besuch sich lohnt. Die Musik ist poppig und clashig bis elektronisch. Die Location verfügt über zwei Räume, einen vorderen mit einer länglichen Bar, der zweite verfügt über eine Tanzfläche, Stehtische und genügend Lounge-Möglichkeiten. Die mittlerweile einmal im Monat stattfindenden Partys finden jeweils donnerstags statt und dauern bis ca. 2 oder 3. Uhr. Voll ist es gegen 23.30.
Publikum: 20 bis 35, Grosstädterinnen, for lesbians and friends
Flirtfaktor: mittel
Publikum: young adults, gemischt
Sporadische Partys in Zürich
Insider: www.sabaka.ch Badi Enge und les Beaus im Heaven
Ehemals:
1) Katzenfutter
Katzenfutterpartys sind so rar wie legendär in Zürich. Jeweils einmal im Jahr, in verschiedenen jeweils stylishen Clubs in Zürich finden diese statt. 2007 fand sie im Hive (dem Electroclub) 2008 in der Zukunft (abgefuckte Szenelocation) sowie letztes Jahr im Cabaret (tanzt!) statt. An das letzte Jahr mag sich lesbian chic noch vage erinnern, nur die geilen Bässe anno damzumals beben immer noch in unseren Blutkreisbähnen.
Publikum: Young adults, freaky
Flirtfaktor: Hoch
2) Brot
What‘s next? Brot kam next, wobei auch die Frauen im Katzenfutterspiel mitmischen, doch Referenzen braucht es keine mehr, Brot ist schon eine Referenz und das Soundkonzept ist einmalig. Die erste Party war so überhypt, dass nur noch die hineinkamen, die bis 4 Uhr vorgefeiert haben (oder diejenigen, die schon um 11 angestanden sind). Die zweite inoffizielle Party dieses Jahres am CSD war gut bestückt und stilvoll. Jedes Mal laden die Brotmädels eine andere Stadt ein, was kommt nach Berlin und Kopenhagen? Keine Partys im Moment mehr.
Publikum: Szenig, young adults
Flirtfaktor: Hoch
3) Party Santa Vagina:
Die Party Santa Vagina fand am Freitag, 12. März im Clubraum der roten Fabrik statt. Alle, die die öden Partys der letzten Zeit leid waren, hofften gespannt auf die neue Organisatorin im aufkommenden Partyhimmel; Cinzia La Tigresse. Cinzia La Tigresse & Katharina waren für das Konzept, die Organisation, die Visuals, die Choreographien und die Shows verantwortlich. Das kreative Paar hat eine sinnliche und ästhetische Party in einer coolen Location, der roten Fabrik, geboten. Wann die Nächste stattfinden wird, ist noch ungewiss. Lesbian chic hofft aber auf ein Wiedersehen.
Publikum: Freaky Friday, modebewusst, beautiful
Flirtfaktor: Hoch
Einige Partys mögen gut sein, die anderen sind irgendwie immer alle gleich. Wenn ihr Intrigen und das Rumgezicke von Teenies erträgt, dann schaut doch auch dort mal vorbei. Spass garantiert! Sie sind rege besucht, neu im Wesend, im Besamo Mucho, letztes Mal im Acqua sind wohl die Mainstreampartys schlechthin. Das Mass ist aber wichtig, selbst lesbian chic besucht 3 bis 5 dieser Partys jedes Jahr. Sich betrinken schon fast ein Muss.
Publikum: Mainstream, jung
Flirtfaktor: Zickenalarm.
Regelmässig stattfindende Partys in Bern
1) Tolerdance@ISC
Die wohl älteste, regelmässig stattfindende Party für schwullesbisches Publikum in Bern. Seit 1992! Jeden 4. Samstag im Monat steigt im Studentenclub neben der Reithalle eine Tolerdance-Party. Musikalisch gesehen werden ihr in “geraden Monaten” mit modernem Sound zum abtanzen (von House bis Techno) verwöhnt. In den “ungeraden Monaten” legen die DJs Hits and Shits der letzten 30 Jahre auf. Jeweils ab 22:00, Eintritt 15.-. Tipp: Als StudentIn an der Uni Bern kannst du Gratistickets kriegen über www.sub.ch!
Publikum: schwullesbisch, keine Szenis, etwas alternativ
Flirtfaktor: eher tief, ausser man legts drauf an
2) Party@Samurai
Der gute alte “Sämu”, wie er in Bern genannt wird. Oft das erste, was Szenenneulinge aus Bern kennen und kennenlernen… Party findet jeden Freitag und Samstag statt. Der Club ist relativ klein, die Musik regelmässig grottenschlecht und das Publikum lässt zu wünschen übrig. Neu ist der Eintritt frei – dafür sind die Drinks umso teurer. Und wenn wir ehrlich sind: für eine solch miserable Unterhaltung wollen wir nicht noch etwas zahlen müssen. Wir kaufen auch kein verfaultes Gemüse!
Publikum: schwullesbisch, viele sehr junge und einige sehr alte Gäste, Kiddie-Szene Bern
Flirtfaktor: gähn…
3) Popshop@Frauenraum
Neu jeden ersten Freitag im Monat! Die women-only Party im Frauenraum in der Reitschule Bern ist ein echter Geheimtipp. Magst du es etwas alternativ, bezeichnest dich eher weniger als Szenelesbe und möchtest trotzdem ab und zu in entspannter Atmosphäre zu guter Musik abfeiern? Dann ist der Popshop genau das Richtige für dich! Hier triffst du viele interessante, alternative Frauen, die du sonst in der Szene nicht antriffst. Von jung bis alt, von femme bis butch findest du hier alles. Musikalisch erwartet dich ein spannender Mix von Pop über Folk bis Electro.
Publikum: alternativ, erfrischend anders
Flirtfaktor: hoch, falls du auf “andere, spannende” Frauen stehst
4) UNCUT@KinoReitschule
Wer auch unter der Woche mal etwas “schwullebsisches” unternehmen möchte, geht am besten einen Film gucken im Kino in der Reitschule. Jeden 2. Dienstag flimmern queere Filme über die Leinwand – von Doku- bis Spielfilm! Filmstart jeweils um 20:30 Uhr, Baröffnung 20:00 Uhr. Tipp von lesbian chic: Vorher im Sous le Pont lecker essen!
Publikum: extrem durchmischt
Flirtfaktor: Ideal für ein Date (NICHT für das erste Date!). Der Film liefert Gesprächsstoff und man kann toll kuscheln im dämmrigen Kinolicht…
Sporadisch stattfindende Partys in Bern
1) Anklang@Frauenraum
Das Frauenraum-Team versteht einfach etwas davon, gute Parties zu organisieren! Anklang – elektronisch, schwullesbisch, gut! Tanze die Nacht durch und lasse dich von richtiger elektronischer Musik berieseln!
Publikum: alternativ, dynamisch, jung
Flirtfaktor: hoch!
Regelmässig stattfindende Partys in Luzern
1) Frigay@The Loft
Jeden dritten Freitag im Monat füllt sich der zweistöckige Club “The Loft” mit tanz- und partywütigen Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Heteros. Wenn dus gemütlich magst und mit ein paar Leuten zusammen hingehst, mietest du am besten eine Lounge (für mehr Infos, siehe Homepage). Wenn der Monat 5 Freitage hat, findet auch am 5. Freitag des Monats die schon fast legendäre Frigay statt.
Publikum: mehr Schwule als Lesben, jung, tanz- und partywütige, House-Fans
Flirtfaktor: mittelmässig
Info: Die anderen Städte folgen bald!





